• Trotz erheblicher Auflagen wegen der Corona-Pandemie schafft es der veranstaltende RRC Lausitz e.V. im ADMV eine perfekt organisierte 23. Auflage der Lausitz-Rallye über die Bühne zu bringen. Unsere Clubteams waren dabei erfolgreich und kehrten mit guten Ergebnissen & Pokalen zurück.
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    Weil sich Teilnehmer und Helfer an die strengen Hygienebestimmungen halten, kann die diesjährige Lausitz-Rallye pünktlich und ohne Probleme über die Bühne gehen. Dem vom  Landkreis Görlitz auferlegten Zuschauerverbot kommen alle Fans und Interessierten trotz herrlichstem Herbstwetter nach. Die wenigen Zufahrtsstraßen zu den Wertungsprüfungen werden durch den Sicherheitsdienst abgeriegelt, vereinzelt wird das Zuschauerverbot auch durch die Polizei kontrolliert. Dennoch werden die Daheimgebliebenen über die sozialen Medien, Rallye-Radio und Livestreams von den Wertungsprüfungen auf dem Laufenden gehalten. 

     

    Das Nennergebnis muss nach der Dokumentenabnahme deutlich nach unten reduziert werden. Einige ausländische Teilnehmer müssen absagen, da bei Rückkehr Quarantänemaßnahmen drohen. Von den 77 gemeldeten Rallye-Duo´s rollen insgesamt „nur noch“ 54 über die Startrampe am Fuße des Bärwalder Sees. 

     

    Dennoch ist, wie in der Lausitz üblich, das Starterfeld gut besetzt. An der Spitze brennt das Duell zwischen Matthias Kahle und Julius Tannert, bis sich am zweiten Tag der Zwickauer einen Fehler leistet und einen Abzweig verpasst. Auch weil der Bolide nicht gleich wieder anspringt vergeht wertvolle Zeit und so fiel die Vorentscheidung schon am Mittag. Matthias Kahle gewinnt zum fünften Mal die Lausitz-Rallye vor Julius Tannert (+26,0 Sekunden) und dem Tschechen Jan Cerny (+1,25:9 Minuten), der sich wiederum mit Carsten Mohe ein packendes Duell um den dritten Rang liefert.

     

    Vom Chemnitzer AMC e.V. im ADMV sind zwei Clubteams vertreten. Die rauhen Bedingungen in der Lausitz fordern Mensch und Maschine alles ab. So können zwar Uwe Joachim und Aaron Jungnickel mit ihrem VW Polo GTI auf der Zielrampe über den Klassensieg in der NC4 feiern, dennoch war dies ein hartes Stück Arbeit und die Zielankunft hing am seidenen Faden. Bis zur Halbzeit der Rallye hatte sich das Duo einen sicheren zweiten Klassenrang eingefahren, konnte auf der siebten und achten Wertungsprüfung vor dem Mittagsservice zwei Bestzeiten verbuchen. „Im Mittagsservice hatten wir gesehen, dass unser Kontrahent seinen Boliden mit Motorschaden aufladen musste“, so Beifahrer Aaron Jungnickel. „Wir konnten kurz mit ihm sprechen, er sagte zu uns, wir brauchen nur noch ankommen“, so Jungnickel weiter. Doch trotz freier Fahrt zum Klassensieg streikte die Technik: „Die Kupplung funktionierte fast gar nicht mehr, die Gänge gingen nur noch sporadisch rein, am Ende streikte die Batterie, sodass wir das Auto auf der WP anschieben mussten“. Im weitwunden VW Polo GTI wurde dennoch das Ziel erreicht. „Irgendwie!“, so Jungnickel. Am Ende gab es richtig was zu feiern:

    - Klassensieg bei der Lausitz-Rallye

    - Zweiter Platz Gesamt in der ADMV Rallye Meisterschaft 

    - Dritter Platz Gesamt im Schotter Cup

     

    Ebenso konnte unser „Ziesche Racing“-Team die Lausitz-Rallye erfolgreich beenden, auch wenn am ersten Tag der Rallye die Technik (Ladekontrolle / Lichtmaschine / Kabelbaumbruch) hunzte und mit „verlängerter“ Servicezeit ein paar Strafminuten in Kauf genommen werden mussten. Zwar war der Klassensieg in der NC5 in weite Ferne gerückt, dennoch hatten Thomas Grimm und Jens Krajewski eine Menge Spaß und erhielten den Sonderpokal für die schnellste „Rennpappe“. (MiDe)

     

    Im Bild: Trotz erheblicher Technikprobleme haben Uwe Joachim und Beifahrer Aaron Jungnickel im Ziel der Lausitz-Rallye mit dem Klassensieg in der NC5, dem zweiten Gesamtplatz in der ADMV Rallye Meisterschaft und dem dritten Gesamtplatz in der Schotter Cup-Wertung, Grund zum Feiern – Foto: Denny Michel 

     

    Die besten Bilder der 23. ADMV Lausitz-Rallye findet ihr in unserer Galerie!